König Ludwig II.-Forschung 

vom 19.8.2009

 

Vor fast 60 Jahren mißlang die heimliche Beweisvernichtung zum Mord des Königs.

 

Die Botschaft zum 25. August 2009 lautet daher:

Der Tod des Königs wurde aufgeklärt!

Das einzig wahre Geschenk

zum 164. Geburtstag für

König Ludwig II. von Bayern also:

 

Seine Befreiung vom Odium,

ein Mörder und Selbstmörder zu sein, zu feiern!

 

Mit Hilfe von renommierten Wissenschaftlern und Augenzeugen ist es endlich gelungen, den Mord an Ludwig II. vollständig nachzuweisen bzw. aufzuklären.

Zu den letzten und wichtigsten Beweisen des Mordes gehören die Aussagen eines Prinzen und seines langjährigen Hausarztes und Freundes als auch eines Handwerksmeisters, der mit seinem Sohn weit über 80 Jahre im Schloß Nymphenburg lebte und arbeitete; Vater und Sohn hatten privat und beruflich engste Kontakte zu den Wittelsbachern und zu der Vermögensverwalterin der Wittelsbacher, Gräfin Wrbna-Kaunitz.  Der Handwerksmeister Friedrich-Willy Beyhl erlebte, wie Anfang der 50er Jahre in der Waschküche des Schlosses Kleidungsstücke Ludwigs II. verbrannt wurden - unter anderem das Königshemd mit zwei eindeutigen Einschußlöchern. Da nur Beyhl den Schlüssel für die Waschküche mit dem Ofen hatte, wurde er von dem Chauffeur der Gräfin, namens Kunze, gebeten, die Waschküche zu öffnen und den Ofen für die Verbrennung zu befeuern. Auf diese Weise wurde Beyhl Zeuge der Verbrennung königlicher Kleidungsstücke. Für den Zeugen Beyhl war klar: Man wollte Beweise des Mordes an Ludwig II. vernichten!

Noch am gleichen Tage, am Mittagstisch, erzählte Beyhl diesen Vorfall seinem völlig entsetzten  Sohn Fritz Beyhl. Der noch lebende 88jährige Sohn, Fritz Beyhl, kann bis heute diesen Tag der Beweisvernichtung nicht vergessen. In dem Buch von Peter Glowasz: „Der Tod am Starnberger See - Aufklärung der Todesursache König Ludwigs II. von Bayern“ berichtet Fritz Beyhl ausführlich über die Geschehnisse der Verbrennung der königlichen Kleidungsstücke. Der Mord an Ludwig II. sollte vertuscht werden. Einzelheiten zur Aufklärung der Todesursache mit der Namensangabe des Täters ist dem Buch ebenfalls zu entnehmen. 



13. Januar 2009:Vortragsabend König Ludwig I

Bilder von der Veranstaltung - Bitte HIER klicken

„Der Dom, Regensburgs erstrangiges mittelalterliches Denkmal, würde endlich ein seinem Range nach ebenbürtiges Umfeld erhalten.“ Hans-Christoph Dittscheid, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg plädiert für die baldige Rückkehr von „König Ludwig I.“ auf den Regensburger Domplatz. Dem Denkmal zu Ehren und zur Verkürzung der Wartezeit bis zur Wiederaufstellung im Mai 2010 widmete der Verein „Welterbe Kulturfonds Regensburg – die Förderer“ dem königlichen Monument am Dienstag auf dem Gelände der Brauerei Bischofshof einen eigenen Abend. Vom Restaurator Maximilian Heimler gab es für die Rückkehr schon mal grünes Licht: Die sehr gute Statik des Bronzegusses sichere noch über Generationen hinweg die Standfestigkeit des Denkmals.

In der Restaurationswerkstätte auf dem Brauereigelände informierte Maximilian Heimler, leitender Restaurator bei Haber & Brandner, geschichtlich Interessierte wie Anhänger des Königs über die Fortschritte in der Restaurierung des Reiterstandbilds. Seit der Bergung des rund 1,6 Tonnen schweren Denkmals im Juli 2008 wurden vor allem restauratorische Voruntersuchung hinsichtlich des Gesamtzustandes, der Herstellungstechnik und der Patina vorgenommen. Zusätzlich wurde eine wissenschaftliche Endoskopie des Inneren des Standbildes veranlasst, um den Zustand der Befestigungsschrauben und Zapfen der einzelnen Gussteile zu überprüfen. Mit positivem Befund: Alle Bauteile - dabei handelt es sich um ca. 16 verschiedene Gussteile -  und Verbindungen bestehen aus reiner Bronze. Rostende und dadurch die Statik eventuell gefährdende Eisenschrauben wurden nicht eingebaut. Dadurch sei das Reiterstandbild noch über Generationen hinweg standsicher. Die Ausführungsqualität des Gusses in der Münchner Bronzegießerei Miller, so erklärte Heimler, könne als hervorragend und einem Königsdenkmal würdig bezeichnet werden.

Zuletzt seien einige Reinigungs- und Freilegungsproben angelegt worden, um die restauratorische Vorgehensweise zu klären. Die Patina des Standbilds sei sehr uneinheitlich, die Spanne reiche von hellgrünen Bereichen über schwärzliche Flecken, rieselförmige Ablaufspuren bis hin zu dicken Schmutzkrusten unter dem Mantel des Königs. Diese schädigenden  Auflagerungen müssen mit Skalpell und feinen Bürsten sorgfältig abgenommen oder zumindest reduziert werden. „Die historisch gewachsene Patina bleibt dabei erhalten, das Standbild wird sich weiterhin in den für Bronzedenkmäler typischen grünlichen Farbnuancen zeigen“,  berichtete der Restaurator. Erste Probeflächen zur Konservierung mit speziellem Mikrowachs würden zudem zeigen, dass das Standbild nach der Restaurierung und Konservierung optisch erheblich gewinne und mit dem dezenten Glanz der Wachskonservierung dem ursprünglichen Erscheinungsbild zur Aufstellung im Jahr 1902 wieder nahe komme.

„Das Reiterdenkmal König Ludwigs I. wurde 1902 von Bürgern Regensburgs als Zeichen ihrer Dankbarkeit errichtet“, klärte Professor Hans-Christoph Dittscheid die Zuhörer im Bischofshof Schalander auf. Ludwig I. hätte mit klarem Blick erkannt, dass Regensburg nach dem Verlust der Funktion als freie Reichsstadt in die provinzielle Bedeutungslosigkeit abzusinken drohe. Daher habe er die Walhalla, die Befreiungshalle bei Kelheim sowie die Vollendung des Regensburger Doms, dem er vor allem die beiden Türme schenkte, gestiftet. Alle drei Monumente bedeuteten unterschiedliche Ausprägungen eines deutschen Nationaldenkmals. Das Reiterstandbild sei demnach untrennbar mit dem Dom verknüpft gewesen. 1936 wurde es durch die Nationalsozialisten als angebliches Verkehrshindernis entfernt und in der Carl- Anselm-Allee aufgestellt. Dort vermochte das vom Münchner Akademiedirektor Ferdinand von Miller geschaffene Denkmal von hoher künstlerischer Qualität, so Dittscheid, seinen ursprünglichen Sinn nicht mehr darzustellen.

Aus historischer, künstlerischer und nicht zuletzt auch aus ökologischer Sicht wäre die Rückführung an den ursprünglichen Standort sehr zu begrüßen, schloss der Professor seinen Vortrag: „In der zu erwartenden Zurückdrängung des Autoverkehrs könnte der Gedanke der Domfreiheit, wie er mit der Platzanlage untrennbar verknüpft war, endlich wiederhergestellt werden. Der Dom, Regensburgs erstrangiges mittelalterliches Denkmal, würde endlich ein seinem Range nach ebenbürtiges Umfeld erhalten.“

Der nächste Vortragsabend rund um „König Ludwig I.“ findet am 27. April um 19.30 Uhr wieder im Bischofshof Schalander statt. Der Regensburger Journalist und Kunsthistoriker Marcus Spangenberg wird dann über den Aspekt „Kunst und Geschichte als entscheidende Mächte – König Ludwig I. als Bauherr und Künstlerfreund“ referieren. Brauereidirektor Hermann Goß verwies auch bereits auf das Bürgerfest. Vom 26. bis 28. Juni stehe der Domplatz dabei ebenfalls ganz im Zeichen von König Ludwig I..